Kunde steht im Mittelpunkt, während Smart Technology bei der European Utility Week Realität wird

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Kunde steht im Mittelpunkt, während Smart Technology bei der European Utility Week Realität wird

Alliander Mobility Services will Akzeptanz von Elektroautos vorantreiben

Der Kunde oder Endnutzer im Smart-Energy-Markt stand diese Woche bei der European Utility Week im Mittelpunkt, bei der etwa 8.000 Experten aus der Energieversorgung im Amsterdam RAI zusammenkamen, um die neuesten Informationen zu Technologien und Lösungen für eine Gesellschaft mit einer intelligenteren Energieversorgung zu erfahren.

Alliander Mobility Services
Das brandneue Tesla-Elektroauto Modell S wurde beim offiziellen Start der neuen Unternehmung des holländischen Energieversorgers Alliander vorgestellt:  Alliander Mobility Services, deren Ziel es ist, die Akzeptanz von Elektroautos voranzutreiben.  Anja van Niersen, Geschäftsführerin von Alliander Mobility Services, sagte während der Markteinführung auf der European Utility Week:  „Wir möchten, dass jeder überall und zu jeder Zeit in den Niederlanden, Belgien und Deutschland wieder aufladen kann.  In unseren Bemühungen zum Wachstum des Markts sind wir beständig auf der Suche nach neuen Partnern.  Der Markt ist groß genug für alle.“

Sie fügte hinzu:  „Wir möchten das richtige Geschäftsmodell entwickeln, eine Infrastruktur für sämtliche Kooperationen mit Kunden und Partnern eröffnen, spezifische Lösungen erarbeiten und erneuerbare Energie miteinbeziehen.“

Beim E-Mobility Park auf der European Utility Week konnten Besucher die neuesten Entwicklungen im Bereich elektrische Mobilität entdecken und erleben. Verschiedene Partner von Alliander Mobility Services stellten Konzepte vor, wie unter anderem induktives Aufladen von Proov, Smart Charging von EnergyVille, Aufladelösungen für Zuhause von The New Motion and Blue Corner. 

Der Stand von Alliander Mobility Services heißt Stratingh Square, benannt nach Sibrandus Stratingh, der 1832 das erste Elektrofahrzeug entwickelte.

Kundenverhalten verstehen
Kundeneinbindung und die Frage, wie man Konsumenten ermächtigen kann, gehörten zu den häufig besprochenen Themen in verschiedenen Abschnitten der Konferenz.  Hier einige Höhepunkte:

•  Lektionen aus groß angelegtem Feldeinsatz
Das Versäumnis, vor der Einführung von Smart Metern die Kunden anzusprechen und einzubinden, zwang einen britischen Energiehändler dazu, 5% seiner Kunden bis zu 6 Mal erneut besuchen zu müssen, bevor ein neuer Stromzähler installiert werden konnte.  Dies kann eine erhebliche Auswirkung auf die operativen Ausgaben für eine solche Markteinführung haben, so Martin Wells, Vizepräsident und Leiter Energieversorgung bei Capgemini Consulting.  Im starken Gegensatz dazu konnten zwei Projekte in Nevada und Michigan erfolgreich das Engagement von 50% der Kunden aufrechterhalten, nachdem diese über ein Kommunikationsprogramm vor der Einführung angesprochen worden waren. Dieses beinhaltete unter anderem den Gebrauch einer App mit einem Spiel, durch das ein Bewusstsein zu Energieeffizienz und -verantwortung geschaffen wurde.

•  Digitale Heimbedürfnisse von Kunden
Mit Bezug auf die Lieferung von Wert für den Kunden in Smart Homes führte Yves Caseau, Executive Vice President von Bouygues Telecom in Frankreich, an, dass obwohl Bequemlichkeit, Unterhaltung, Gesundheit und Sicherheit weiterhin wichtige treibende Faktoren für den Kunden seien, der Preis immer noch an erster Stelle stehe.  Auch er hält ein Angebot, das lediglich Energie liefert, nicht für einen positiven Geschäftsfall.

•  Die schwedische Erfahrung
„Bei den Verbrauchern gibt es heutzutage ein stärkeres Bewusstsein für ihren Verbrauch“, sagte Karin Widegren, Direktorin des schwedischen Koordinationsrats für Smart Grid.  Der Rat stellte fest, dass Faktoren wie Umwelt und Flexibilität, und nicht nur der Preis wichtige treibende Faktoren für Kundenengagement sein können.  Anreize wie gebündelte Angebote mit einer Kombination verschiedener Dienstleistungen könnten Möglichkeiten bieten, um Kunden anzusprechen.

•  Können wir durch Ändern unseres Verhaltens Energie sparen?
„Wir liegen gut im Plan und sind relativ erfolgreich“, sagt Anca-Diana Barbu von der europäischen Umweltbehörde im Hinblick auf den Fortschritt bei den europäischen Energie- und Klimazielen für 2020, obwohl Energieeffizienz immer noch ein Problembereich sei.  „Durch Kundenverhalten ist es möglich, 15-20% Energie zu sparen“, meint die Projektleiterin für Energie und Umwelt der Behörde, doch sie glaubt, dass Kunden einen „Bezugsrahmen“ benötigten.

Alliander und Netinium
Das Netzwerkunternehmen Alliander kündigte auf der European Utility Week an, dass es einen Teil der Aktivitäten von Netinium, ein Lieferant von Head-Ends verschiedener Anbieter sowie Smart-Energy-Plattformen, übernehmen werden.  Durch die Vereinbarung erhält Alliander die Eigentumsrechte an der Software-Lösung für Datenkommunikation mittels Smart Meter.  Netinium wird weiterhin an der laufenden Entwicklung und Bereitstellung von Head-Ends verschiedener Anbieter und Smart-Energy-Plattformen zum Lesen und Verwalten von Smart Metern und Smart Energy Netzwerken für Kunden in den Niederlanden und im Ausland arbeiten.

An der European Utility Week nehmen führende Köpfe aus der Energieversorgungsbranche sowie Anbieter der neuesten Technologie im Bereich Smart-Energy teil. Es ist die größte Konferenz und Ausstellung der Branche in Europa.

Kontakt:
Kommunikationsmanager: Annemarie Roodbol
E-Mail: annemarie.roodbol@clarionevents.com
Tel.: +27 825627844

 

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