European Utility Week erfährt, dass „Energie dringend Branding benötigt“

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European Utility Week erfährt, dass „Energie dringend Branding benötigt“

Teilnehmer der Smart-Energy-Konferenz werden ermutigt, „an einem Strang zu ziehen“

„Glaubt irgendjemand von Ihnen hier aufrichtig, dass Ihre Kunden Sie mögen?“ lautete die Frage, die den Experten von Energieversorgungsunternehmen bei der Eröffnungssitzung der European Utility Week im Amsterdam RAI am Dienstag, 15. Oktober gestellt wurde.  Die Einbeziehung der Kunden in die Energieversorgungsbranche war ein wichtiges Thema, so auch beim Vortrag von Marketing- und Werbe-Guru Peter Economides, der den Teilnehmern mitteilte, dass sich im Jahre 2012 nicht ein einziges Energieunternehmen unter den Top 50 Marken befand.  „Bemerkenswert“, gab er zu bedenken, „und dabei kann nichts ohne Energie bestehen.  Leute denken erst dann über Energie nach, wenn sie keine haben.  Energie benötigt Branding, und zwar dringend.  Sie benötigt es, um eine Verbindung mit ihren Kunden aufzubauen.“ 



Peter Economides warnte die Teilnehmer, dass „Konsumenten über Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens entscheiden“ und dass „Energie eine Geschichte braucht, um dem Publikum zu sagen, was wichtig für das Publikum ist.”  Energieversorgungsunternehmen wurde außerdem empfohlen, „eine starke Kultur zu dem, was Sie tun und warum Sie es tun, zu schaffen.  Und den neuen mündigen Konsumenten über die sozialen Medien zu nutzen.“

Vom Konsumenten zum „Pro-sumenten“
Das Wort Konsument kommt nicht ein einziges Mal in der „Energy Roadmap 2050“ der Europäischen Kommission vor”, so Remco Zinkweg, einer der Young European Energy Professionals (YEEPS), die gebeten wurden, das Dokument zu beurteilen und ihre Version davon zu erstellen, wie europäische Energiemärkte im Jahre 2050 aussehen werden.  YEEPS prognostizieren eine Energiebranche, die den „Konsumenten in den Mittelpunkt stellt und lokale Energiegemeinschaften mit transparenteren lokalen Energiepreisen bildet.“

In dem YEEPS-Bericht heißt es:  „trotz der verschiedenen technologischen und regulatorischen Herausforderungen besteht, wenn dezentralisierte Erzeugung funktionieren soll, der wichtigste Aspekt darin, die Konsumenten mit an Bord zu holen.  Deren veränderte Rolle vom reinen Konsumieren zum „Pro-sumieren“ (Produzieren und Konsumieren) bedeutet, dass sie ihr Verhalten erheblich verändern müssen.“

Siemens Energiesysteme der Zukunft
Dr. Jan Mrosik, CEO des Bereichs Smart Grids bei Siemens, stellte seine Vision der für die Energiesysteme der Zukunft notwendigen Schritten vor.  Dr. Mrosik zufolge muss es zwischen den drei treibenden Faktoren in der Branche, nämlich Nachhaltigkeit, wirtschaftliche Effizienz und Versorgungssicherheit, ein Gleichgewicht geben. 

Siemens ist Diamond-Sponsor der diesjährigen European Utility Week, bei der mehr als 8.000 führende Köpfe aus der Energieversorgungsbranche und Anbieter der neuesten Technologie in der Smart-Energy-Branche diese Woche zusammenkommen. Es ist die größte Konferenz und Ausstellung der Branche in Europa.

Das überspannende Thema der Veranstaltung in diesem Jahr lautet:  „Pulling in one direction“ – zu Deutsch: „An einem Strang ziehen“ – auf das sich alle Hauptredner bezogen.  Teilnehmer wurden dazu ermutigt, ihre Kräfte zu bündeln und an einem Strang zu ziehen, um innerhalb der Branche Synergien zu schaffen und die Energieversorgung auch für zukünftige Generationen zu sichern.

Kontakt:
Kommunikationsmanager: Annemarie Roodbol
E-Mail: annemarie.roodbol@clarionevents.com
Tel.: +27 21 700 3558

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